Interimsorgel

Stand Februar 2020

Seit Oktober 2017 ist die Hauptorgel der Stadtkirche in Wermelskirchen nicht mehr benutzbar.

Nach einem ursprünglichen Renovierungs- und Erweiterungsangebot aus dem Jahr 2016, liegen seit 2018 modifizierte Konzepte vor, die eine schlüssige Gehäusegestaltung und eine moderne Steuertechnik miteinbeziehen (KLICK hier!). Hierüber wurde im April 2019 in zukunftsorientierter Form beschlossen. Ein Renovierungsbeginn zieht sich jedoch dahin.

Der Effekt ist nun der, dass sich die Stadtkirchengemeinde schon weit von der reichen Klangwelt der Orgelmusik und dem Orgelspiel entfernt hat.

Auch der Organist entfremdet sich der Orgel, weil sein Orgelspiel dienstlich nicht mehr gefragt ist und damit faktisch nicht mehr trainiert und abgerufen wird. Wo ist die Körperbalance geblieben, wo das Tastgefühl und das Gespür für Abstände von Manualen und Pedalen, wo die wohltrainierte Muskulatur in Händen, Beinen und Bauch? Es mischt sich mehr und mehr Unverständnis in die anfänglich noch wohlwollende Geduld.

Was die Orgelmusik betrifft, hat diese Dauerabstinenz in der Stadtkirche für Gemeinde und Musiker zu einem freudlosen Zustand geführt, unter dem wohl nur unmusikalische Menschen nicht leiden. Was wäre von der Kirchenmusik übrig, gäbe es nicht die vielen Chöre und Musikgruppen, die sich häufig und mit unterschiedlichen Programmen einbringen?

Ob die Stadtkirche in Wermelskirchen im Jahr 2020 übergangsweise eine kleine, angemietete Orgel bekommen wird, steht in den Sternen.

 

 

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